Patientengeschichten: Sie sind nicht allein

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Jeder einzelne Mensch, der am multiplen Myelom erkrankt ist, hat seine eigene, individuelle Geschichte zu erzählen.

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Lesen Sie diese drei Geschichten von Menschen, die an multiplem Myelom erkrankt sind.

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Andy

 

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Ich akzeptiere das Multiple Myelom. Es ist ein Teil von mir. Vielleicht war es vor der Behandlung schon lange in mir, vielleicht wird es irgendwann wieder auftreten. Diese Haltung ermöglicht mir einen gelassenen Umgang mit ihm. Ich halte nichts davon, gegen eine Krankheit zu kämpfen. Dann müsste ich gegen meinen eigenen Körper kämpfen. Das will ich nicht. Ich wollte lernen, mit meinem Multiplen Myelom zu leben.”

So eröffnet Andy unser Gespräch. Von aussen weist nichts darauf hin, dass er mit Multiplem Myelom lebt. Schwungvoll hat er mich begrüsst und vis-à-vis von mir Platz genommen.

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Jeanine

 

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Als ich Jeanine frage, was sie Neubetroffenen empfehle, überlegt sie eine Weile. “Positiv bleiben”, antwortet sie dann. Jeanine ist sich bewusst, dass sie zwei Mal Glück hatte: “Vor zehn Jahren gab es diese Medikamente noch nicht. Und ich habe auf die Medikamente gut angesprochen. Mein Blutbild sieht aktuell so aus, wie wenn ich nie krank gewesen wäre!” Ebenfalls findet sie: “Jeder muss herausfinden, was für ihn stimmt… Da gibt es kein Rezept.”

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Karin

 

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Es war Karin klar, dass sie nicht mehr in ihr bisheriges Leben einsteigen konnte. “Ich brauchte einen neuen Lebensentwurf.” Zudem musste sie die chronische Krankheit und die anhaltenden Therapien ihrer kleinen Tochter neu verständlich machen. “Gegenüber ihr war ich im Erklärungsnotstand: Warum war die Krankheit wieder gekommen? Würde ich denn je wieder gesund werden?” Auch beruflich und finanziell musste sie neu planen. Das neue Lebensmodell mit Multiplem Myelom war vergleichbar mit einem permanenten Marathonlauf. “Es gab anstrengende und einfachere Teilstrecken. Mein Leben wurde umgekrempelt.”

Karin stellt fest, dass die Krankheit ihre Persönlichkeit verändert hat. “Das passiert, ohne es zu planen. Die erzwungenen Auszeiten schaffen Raum zum Nachdenken. Der Fokus richtet sich auf das Wesentliche: Was ist mir wichtig? Was brauche ich und was bereitet mir Freude? Sachzwänge und alles Unwichtige fallen weg, denn die vorhandene Energie wird für die Heilung gebraucht. Meine Sinneseindrücke wurden selektiver. Ich erfreute mich an kleinen Sachen, die ich vor meiner Erkrankung aus Zeitmangel übersehen musste.”

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Hier geht es weiter zu nützlichem Material rund ums Thema Patientengeschichten beim Multiplen Myelom.